Jellyfish and Exuberant Love
 

 

Vor 99 Tagen hat mich der Mann, den ich liebe, verlassen. Ort des Geschehens war mein Lieblingscafé / Vor 100 Tagen hat mich der Mann, den ich liebe, verlassen. Er rief mich auf dem Handy an und wollte mit mir reden. Es war 17.51Uhr / Vor 101 Tagen hat mich der Mann, den ich liebe, verlassen. Ich ging auf die Toilette, schloss mich ein, atmete tief durch und machte 27 Minuten lang T’ai Chi / Vor … Tagen hat mich der Mann, den ich liebe, verlassen. Datum: 14.3.2005; Aktion: Trennung; Ort: Café; besonderes Kennzeichen: verschütteter Milchcafé; körperlicher Zustand: wechselnd; Titel des Werkes: Jellyfish and Exuberant Love  

Das 2-teilige Tanzstück Jellyfish and Exuberant Love ist sowohl inhaltlich als auch formal von Douleur exquise, einem Buch der französischen Künstlerin Sophie Calle inspiriert. Sophie Calle untersucht in diesem Buch wie in zahlreichen anderen Projekten das Verhältnis zwischen Privatsphäre und Öffentlichkeit sowie zwischen Realität und Fiktion. Am Anfang steht in beiden Fällen das Ende einer Liebesbeziehung. Doch bald wird daraus durch ständige Wiederholung ein subtiles und humorvolles Spiel, in dessen Zentrum der künstlerische Schaffensprozess rückt. Überlagerungen und Kontextverschiebungen provozieren die Fragen danach, was wir auf der Bühne für persönlich, was für den Ursprung choreographischen Schaffens, was für wahr und was wir für fiktiv halten.

Konzept: Yvonne Hardt
Tanz/Choreographie: Teil I – Yvonne Hardt, Teil II – Lea Martini, Yvonne Hardt
Dramaturgie: Anna Wagner
Tänzerisch/choreographische Beratung: Labor G.Ras
UA: 9.1.2006, Sophiensaele Berlin, Tanztage 2006

Dauer: ca. 50min.

nächste Aufführung:

Dieses Stück ist eine Produktion von Yvonne Hardt & BodyAttacksWord in Kooperation mit den Tanztagen 2006, gefördert durch den Fonds Darstellende Künste e.V., mit freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin.

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